CB-Lexikon
Ausdrücke
Alphabet
Fachbegriffe
Kanäle
Geschichte
Bestimmungen
Impressum
CB-Funk in Deutschland

So richtig hat der CB-Funk hier in DL eigenlich erst 1975 mit der Freigabe der PR-Kanäle begonnen. Vorher konnten nur sogenannte “Bedarfsträger” eine Genehmigung für ein CB-Gerät erhalten. Damals war es noch die Post, die für die aus heutiger Sicht bescheuerte Gängelung der Nutzer zuständig war. Es gab einige Bedarfsträgergruppen, I bis V, wobei die Gruppe IV zum Beispiel für betriebliche Zwecke gedacht war. Auch in dieser Zeit gab es schon Überreichweiten wie heute auch, die oft den gesamten Funkverkehr lahmgelegt haben. Der Kanal A, die 26,995 war auf den meisten ausländischen Funkgeräten nicht zu finden, daher konnte darauf von den vielen Funkhilfevereinen noch ein halbwegs sinnvoller Funkbetrieb durchgeführt werden. Verwendet wurden sogenannte K-Geräte, mit maximal 6 Kanälen und 0,5 Watt Sendeleistung in AM. Die meisten Funkbegeisterten mußten sich in Vereinen organisieren oder einfach “schwarzfunken”. Ein weiteres schweres Handicap war das absolute Verbot von Hochantennen, man hätte ja eventuell Telefongebühren einsparen können, die Post hatte ja auch die Telefonhoheit.

K-Gerät AF 5000 S von dnt

Ein K-Gerät der Luxusklasse von 1967, mit Doppelsuper, natürlich einzelbequarzt, 0,5 Watt Sendeleistung. Welch ein Bedienungskomfort...

Der erste große Anschub kam dann 1975 mit der Freigabe der 12 Kanäle von 27.005 bis 27.135, also von 4 bis 15.

Das Zauberwort war PR 27, 12 Kanäle, zwar anmeldepflichtig, aber für Jedermann ohne Einschränkungen zu betreiben! O,5 Watt Sendeleistung waren zugelassen und man staune, endlich durften auch Hochantennen benutzt werden. Natürlich immer noch Bestimmungen und Vorschriften ohne Ende, aber der Durchbruch war geschafft. Welch exotische Geräte auf den Markt kamen, 3-Kanal und 6-Kanal-Mobilgeräte, Handfunkgeräte, und die ersten Feststationen, teuer, so an die 1000,- DM mußte man hinlegen um eins dieser Geräte zu bekommen. Anfangs gab es kaum Geräte, Quarze gab es nur sündhaft teuer oder mit Beziehungen. Übrigens, das oben abgebildete K-Gerät wurde von der Firma Kaiser als KA9000 auch als PR-Gerät gebaut.

handic 1235, eines der ersten Mobilgeräte mit Synthesizer, das heißt, alle 12 Kanäle waren bereits bestück und man brauchte keine Quarze dazu kaufen.

Mobilgerät handic 1235
Zodiac B-2012-P

Luxus pur, die Zodiac Feststation B-2012-P. Aber auch dieses schöne Gerät hatte nur 12 Kanäle AM, immer einen leichten Netzbrumm im Lautsprecher, war aber trotzdem sehr beliebt.

Danach kam der große Flop, 22 Kanäle wurden freigegeben, aber nur mit 0,5 Watt FM. Das war der absolute Reinfall. Aufwärts ging es erst, als 40 Kanäle zugelassen wurden, teils als reine FM-Geräte, teils mit 12 Kanälen AM und 40 Kanälen FM. In AM durfte jetzt mit 1 Watt und in FM mit 4 Watt gesendet werden. Der große Durchbruch, den man sich dann später mit 80 Kanälen, übrigens ein deutscher Alleingang, erhoffte, ist leider nicht gekommen. Durch Internet, Handy und die leidigen Probleme mit Überreichweiten gibt es immer weniger CB-Stationen. Ob die Einführung von SSB das ändern wird, wage ich zu bezweifeln, lange genug läßt man die Funker in Deutschland ja schon darauf warten. Auch die Zulassung von Packet-Radio oder von Richtantennen hat den negativen Trend nicht gestoppt. Weitere Informationen kommen noch. Von Zeit zu Zeit werde ich auch Bilder von anderen Geräten hier veröffentlichen.

[CB-Lexikon] [Ausdrücke] [Alphabet] [Fachbegriffe] [Kanäle] [Geschichte] [Bestimmungen] [Impressum]